OP gelungen, Patient Pflegefall ...

21:00






Hallo ihr Lieben,




Vielen Dank für Eure netten Worte des Trostes und der Aufmunterung, das war Balsam für die Seele 🍀🍀🍀
Meine Mum liegt ja nun seit 31.1.2017 im Krankenhaus, davon war sie zwei Wochen auf der Intensivstation.

Eingeliefert wurde sie mit einem Kreislaufkollaps und einer schweren Blutvergiftung ...
Bei Ihrem Aufenthalt im Krankenhaus bekam sie ein Delier, unstimmige Diabeteswerte, Lungenentzündung und sie hat sich nun auch noch mit einem Multiresistenten Keim angesteckt.

Des weiteren hat sie stark erhöhte Nierenwerte, Vorhofflimmern und einen Eiterherd in der Wirbelsäule.

Falls Sie das Krankenhaus wieder verlassen kann, wird sie auf Pflege angewiesen sein.




Nun fragt Ihr Euch sicher, warum ich darüber so ausführlich schreibe ???
Ich bin wütend und enttäuscht über die Behandlung im Krankenhaus und den Umgang mit meiner
Mum und uns Angehörigen ...




Wie Ihr wisst wohne ich in Nürnberg, meine Mum im Landkreis Heidenheim.
Kein Spaziergang also und einen Helikopter besitze ich leider auch nicht.
Ich bekam einen Anruf das meine Mum mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht wurde.

S C H O C K !!!

Nachdem ich wieder klar denken konnte bat ich um Auskunft wie es meiner Mum geht.
Ich bekam keine ...
Kleine Anmerkung dazu: Die Vollmacht von uns Kindern ist im Klinikcomputer gespeichert.
Ein bisschen mehr Empathie hätte ich mir gewünscht, dann wäre mir eine schlaflose Nacht erspart geblieben.




Wenn ältere Menschen ins Krankenhaus eingeliefert werden, ist das oft der Anfang vom Ende ...
Viele Patienten erkranken aufgrund einer OP oder eines Infektes an einem Delier und sind orientierungslos. Es wird dann oft als Demenz hingestellt.
Nur in wenigen Kliniken unternimmt man etwas dagegen, denn nur jedes siebte Krankenhaus in Deutschland besitzt eine Geriatrie-Abteilung.
Eine Verlegung auf eine andere Station tut dann noch das Übrige dazu um den Patienten völlig zu verwirren.
Die älteren Patienten verfügen nicht mehr über genügend Reserven um die Belastungen eines Krankenhausaufenthaltes wegzustecken. Das lange Liegen schwächt die ohnehin reduzierte Muskulatur und raubt die letzte Widerstandskraft.
Angehörige sollten deshalb täglich vor Ort sein, um den Patienten Orientierung und Sicherheit zu vermitteln.




Die Kliniken haben den Ruf als Rendite Treiber, sie erarbeiten die Gewinne auf dem Rücken von Ärzten, Pflegern und Patienten.
Der Pflegeschlüssel ist viel zu niedrig gehalten !!!
Fast möchte man glauben das die Gesetzte des Handels/Industrie auf die Kliniken übertragen werden, obwohl es um MENSCHENLEBEN geht !!!
Die Pflegekräfte und Ärzte sind erschöpft, überarbeitet und ausgelaugt.
Die Gesellschaft wird immer Älter, und diese Altersgruppe braucht einfach intensivere Pflege.

Wie bitte soll das nur weitergehen ???



Ich hoffe jedenfalls das dieser Kelch an mir vorbeigehen wird und ich nie im Krankenhaus landen werde, ich habe Angst davor  ...


Eure Sabine





















Kommentare:

Nicole B. hat gesagt…

Hallo liebe Sabine,
das hört sich alles überhaupt nicht gut an.
Es tut mir so leid für Deine Mama, aber auch für Euch Angehörige.
Leider muss ich Dir in Sachen Krankenhaus recht geben, das Gleiche haben wir vor zwei Jahren mit meinem Schwiegervater mitgemacht, der als gesunder Mensch ins Krankenhaus kam und leider den Aufenthalt dort gesundheitlich nicht überstanden hat.
Da fragt man sich auch, wie von heute auf morgen ein gesunder Mensch zu einem orientierungslosen Wesen wird, hilflos und zu schwach zum Leben.
Dir drücke ich die Daumen, dass Deine Mama noch genügend Kraft besitzt und alles sich zum Guten wendet.
Ganz liebe Grüße
Nicole

tatjana hat gesagt…

Das tut mir sehr leid liebe Sabine, gute Besserung.
Fühl dich ganz fest gedrückt alles Liebe Tatjana

Méa Strauß hat gesagt…

Äh... was heißt hier "fast". Das ist Geld verdienen, denn das ist der einzige Wert, der hochgehalten wird in unserer netten Gesellschaft. Kann es Dir nachfühlen, habe das auch erlebt. Haben meinen Vater abgezockt, wie es nur ging. Ich habe auch Angst vor einem Anruf, wie Du ihn bekamst. Meine Mutter ist am anderen Ende Deutschlands...
Es tut mir so Leid für Dich, hast Du doch eh schon genug durch. Wenn ich nun bei Dir wäre, würde ich Dich ganz dolle drücken. Aber denke dran, Du kannst nur das tun, was der nächste sinnvolle Schritt ist - denke nur an den nächsten. Das klingt bekloppt, aber das hilft Dir, den Weg zu überstehen. Du kannst nur tun, was Du eben tun kannst und hast auch ein Leben.
Und klar postest Du das, denn wir posten, was gerade in unserem Leben Thema ist.
Alles alles Liebe und viel Kraft, Deine Méa

Karen H. hat gesagt…

Liebe Sabine,
ich fühle so mit dir! Beim Lesen deines Posts kamen all die Erinnerungen an meine Mutter wieder hoch und es treibt mir die Tränen in die Augen! Ich kann dich so gut verstehen. Deine Wut und gleichzeitig die Angst vor all dem was kommen wird! Ich bin in Gedanken bei dir und hoffe von ganzem Herzen nur das Beste!
Sei herzlich gedrückt ...
Karen

Petra B. hat gesagt…

Liebe Sabine,
bin nur sprachlos!
Krankenhäuser als Kassenpatient. Das was mir gerade so alles durch den Kopf geht möchte ich hier nicht schreiben, aber will man als Pflegefall jeden Tag das Elend ertragen, kämpfen?
Ich kann nur sagen - hast nicht verdient - das du das alles ertragen musst, aber helfen tut das auch nicht, weil du es im endeffekt aushalten und vor allem verarbeiten musst!
Gerechtigkeit - Anstand - Fairness - das sind Sachen aus der Vergangenheit - heute zählt nur eins - wie verdiene ich viel Geld mit wenig Einsatz -> und wir sind da nur Nummern keine Menschen und die Beschäftigten werden ausbluten gelassen, damit einige wenige gut leben!
Alles Käse! Nach vorne schauen, ist leicht gesagt aber das einzig´ste was du tun kannst!
Wenn ich könnte würde ich gerne helfen, aber ich wüsste nicht wie!
Kann nur eins sagen - halte durch, lass dich nicht kaputt machen! Auch wenn es jetzt grausam klingt, du hast noch einen langen steinigen Weg vor dir.
Ganz traurige Grüße
Petra

Anonym hat gesagt…

Liebste Sabine,
Ich bin eine stille Leserin von Dir, doch heute möchte ich auch mal etwas schreiben.
Ich bin Krankenschwester und erlebe Tag für Tag diesen Wahnsinn im Krankenhaus.
Du hast mit dem was Du geschrieben hast leider völlig recht.
Die Ärzte sind zwar auch im Stress, aber sitzen auf einem verdammt hohen Roß.
Das bekommt man leider jeden Tag zu spüren
Ich kann Dir nur raten, sei vor Ort und falle ordentlich auf die Nerven.
Viele Menschen glauben immer noch an die Halbgötter in Weiß, aber der Arztkittel hat ganz schöne Flecken.
Ich wünsche Dir viel Kraft für das was kommen mag.
Ich drück Dich,
Anne

white and vintage hat gesagt…

Liebe Sabine,
das tut mir schrecklich Leid!Ich selber habe zum Glück noch nicht allzu viel Bekanntschaft mit Krankenhäusern gemacht, aber das klingt ja alles sehr schlimm. Ich hoffe, dass deine Mama bald wieder das Krankenhaus verlassen kann und es ihr dann besser geht.
Ganz liebe Grüße,
Christine

Ein Dekoherzal in den Bergen hat gesagt…

MEI i kann deine ÄNGSTE soooo VERSTEHN,,,
i hoff das deiner MAMA bald wieder besser geht,,,,

wir ham ja sei MAMA die bis vor kurzen noch bei uns zu HAUSE gepflegt haben
ah drei mal innerhalb paar MONATE gestürtzt is....RIPPENBRÜCHE;;
WIRBELBRÜCHE BRUSTBEIN ab. und das mit fast 90... aber sie is eine KÄMPFERIN
leider hat sie jetzt DEMENZ... wirklich schwierig mitanzusehn
wie aus einer selbständigen FRAU,,,,, so ein häufal ELEND wird

i schick da gaaanz vuiiii KRAFT:::
und DRÜCK aus der FERNE,,,

bussale bis bald de BIRGIT

Silvana R. hat gesagt…

Hallo Sabine,
bin gerade durch Zufall zu dir gestoßen und dann das... Weiß gar nicht ob ich überhaupt was schreiben soll.
Die 90jährige Mutter (eigenständig) einer Freundin von mir, ist letztes Jahr ins Krankenhaus (München) eingeliefert worden, Dermatologie. Ich weiß nicht an was es lag, vielleicht sogar an der Therapie, auf jeden Fall ist ihr Kreislauf zusammengebrochen und sie war auf einmal in der Intensivstation. Für meine Freundin (Einzelkind), die in der Schweiz lebt, war es nicht einfach. Sie frägt sich immer wieder, was dort wohl passiert ist. Sie hat keine grosse Auskunft bekommen. Du hast recht, ältere Menschen stecken so einen Krankenhausaufenthalt nicht so einfach weg.
Ich wünsche dir und deiner Mama alles alles gute und ganz viel Kraft.
Herzlichst
Silvana

Michéle vom Blog Lililotta hat gesagt…

Liebe Sabine,
erst einmal drücke ich ganz feste die Daumen das es deiner Mutter bald wieder besser geht und sie bald wieder Zuhause ist.
Meine Mutter leitet ja die Hebammenschule an der Klinik hier vor Ort und ihre erste Ansage als Lili damals mit Blutvergiftung ins Krankenhaus gekommen ist (die unser Kinderarzt 2 Tage nicht erkannt hat, erst auf Hinweis und bis es so schlimm gewesen ist, das eine normale Antibiotikaeinnahme nicht mehr gereicht hat): das Kind bleibt hier keinen Moment alleine und ich will alles sehen und wissen was der Doc anordnet und von sich gibt. Wie du schon sagt, eine Klinik arbeitet heute nur noch wie ein Wirtschaftskonzern auf dem Rücken der Patienten und Angestellten.
Fühl dich gedrückt, Michéle

Flöckchenliebe hat gesagt…

Ich weiß auch nicht, wie das weitergehen soll, liebe Sabine!
Schrecklich alles!
Ich wünsche Deiner Mama eine gute Besserung und Dir ganz starke Nerven!
Alles Liebe
ANi

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